Städtebaulicher Realisierungswettbewerb
Freiraumgestaltung
Der Bahnhof wird mit seinem Vorplatz noch näher an die Innenstadt von Brandenburg geholt – faktisch durch die Verkürzung der Wege und visuell durch die Umsetzung eines verbindenden Gestaltungskonzepts. Der Bahnhofsvorplatz ist durch eine homogene Oberflächengestaltung geprägt. Dadurch kann eine verbindende Wirkung erreicht werden, die beide Platzseiten über die Bundesstraße visuell verbindet. Eine reduzierte Möblierung und die einheitliche Dachgestaltung der Verkehrsknotenpunkte ZOB und Straßenbahnhaltestelle unterstreichen die homogene Struktur des Gesamtkonzepts. Die Platzfläche mit einem ruhigen Grundlicht zu versorgen und den Bahnhof als wichtiges Element und Raumkante in den Dunkelstunden zu definieren ist Ziel des Lichtkonzeptes.
Mitten auf dem Platz im Schnittpunkt aller Sichtachsen steht der Cubic-Tower, der den Stadteingang markiert. Der Cubic-Tower wird bespielt mit einer multimedialen Installation aus aktuellen regionalen und internationalen Informationen. Er bietet dem Touristen einen ersten Anlaufpunkt. Der Cubic-Tower ist Treff- und Orientierungspunkt.
Architektur
Eine Aufwertung des Bahnhofsgebäudes erfolgt mit klaren und wohl akzentuierten Eingriffen: Durch einen partiellen Rückbau werden die beiden historischen Bahnhofsgebäude, ehemaliger Bahnhof Neustadt und Hauptbahnhof, freigestellt und von einer neuen, gläsernen Eingangshalle in Form einer eleganten und zurückhaltenden “Fuge” verbunden. Vor den Gebäuden entsteht platzzugewandt die Bahnhofs-Terrasse mit einer ebenerdigen Anbindung zum Sockelgeschoss und einem großzügigen Platzangebot für Außengastronomie.Die Kante der Bahnhofsterrassen ist zum Platz hin als Treppenanlage mit Sitzstufen ausgebildet und bietet ein ausgewogenes Angebot an Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsqualität.
Das Design der Dachstrukturen für den ZOB sowie die Straßenbahnhaltestelle steht im gleichen Gestaltungskanon. Eine scheinbar schwebende, leichte Stahlstruktur als tragendes Element wird von filigranen Stützen konstruktiv unterbaut. Insgesamt entsteht in Verbindung mit der Glaseindeckung ein leichtes, transparentes Dach, das Raumkanten schafft, gleichzeit aber nicht zu massiv wirkt.
Autoren: Stefan Scholz, Harry Schilt, Raja Koslovskaja, Felix Holzapfel-Herziger